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Im Tunnel verläuft alles nach Plan

Im Rendsburger Kanaltunnel verlaufen die Arbeiten wie vorgesehen und gehen weiterhin gut voran. Dank des warmen und trockenen Wetters verlaufen auch die Baumaßnahmen in den Außenbereichen nach Plan.

Block 16

Abreißstempel

Die Sanierung der südlichen Rampe ist abgeschlossen. Das Wetter begünstigt auch weiterhin die Arbeiten. Die Mittelkappe wird derzeit eingeschalt.

„Das Material Epoxidharz, das in hellem Rot zu erkennen ist, dient zur Abdichtung und zum Verschluss von Schwindrissen“, erklärt Diplom-Ingenieur Adolf Münstermann, der das Sanierungsprojekt begleitet. Bevor er die Tunneleinfahrt erreicht, deutet er auf den Abschluss zwischen Sohle und Wand am seitlichen Winkel. „Hier wird gerade das Aufbringen der Flüssigfolie vorbereitet.“ Die Flüssigfolie ist Teil der Arbeiten am seitlichen Notgehweg und dient der flächigen Abdichtung gegen Feuchtigkeit.

Ein etwa 5 cm großes Metallteil, das unvermittelt aus dem Boden ragt, ist ein sogenannter Abreißstempel. „So messen wir die Abreißfestigkeit“, erklärt Münstermann. „1,5 Newton pro Quadratmillimeter muss das Material erreichen.“

Die Rasterbalkensanierung und das Einarbeiten des KKS (Kathodisches Korrosionssystem) in Wände und Sohle der Tunnelröhre seien abgeschlossen, sagt Münstermann, und auch die Wassersammelbecken in den Blöcken 16 an den Tunnelenden seien auf einem planmäßig guten Weg der Fertigstellung und würden derzeit noch von innen beschichtet.

Im Tunnel herrscht geschäftiges Treiben, in den Fluchtwegen, an der Decke, an den Wänden und am Boden wird gearbeitet; Adolf Münstermann grüßt jeden freundlich. An einem Tisch, auf dem Baupläne ausgebreitet sind, stehen Maik Röhl, der für Bauüberwachung zuständig ist, und Vorarbeiter Thomas Golke und besprechen die nächsten Schritte. Diplom-Ingenieur Münstermann tauscht einige Sätze mit seinen Kollegen und setzt seinen Weg in nördlicher Richtung fort.

Seitlich ist die glänzende Schicht der Flüssigfolie gut erkennbar, hier wird sich der Notgehweg befinden. Darunter liegen die Wasserrinnen. „Das Wasser läuft dann in die innenliegende Rohrleitung, fließt zum tiefsten Punkt des Tunnels und wird da abgepumpt,“ erklärt Münstermann.

An der Nordseite sind bereits die Kabelschächte für die Beleuchtung angebracht worden. Die Leuchtdioden werden hier eingeschnitten, erklärt der Ingenieur und deutet einige Meter weiter auf den seitlichen Gehweg: „Und hier ist ein fertiges Stück der Kappe zu sehen.“ Eine positive Zwischenbilanz.